Es war Sonnabend, der 26. Februar, früh um halb sechs auf einem verschneiten Parkplatz in der Rüsternbreite bei fast zehn Grad unter Null. An diesem Morgen die offizielle Sammelstelle für die Mitglieder des TC Hurrican. Also ab zum Eistauchen? Aber nein: ab ins Sauerkraut! Genauer gesagt in die ehemaligen Sauerkrautwendebecken in Aufkirchen bei Erding. Bei konstanten 22 Grad Celsius lässt es sich dort doch wesentlich entspannter tauchen
als in unseren arktischen Binnengewässern.
Nach Schließung der Fabrik kam man in Aufkirchen auf die Idee, die acht leer stehenden Sauerkrautwendebecken einfach mit Wasser und Tauchern zu füllen. Gesagt, getan: die
Innenwände wurden teilweise durchbrochen und anschließend wurde alles mit fast 2,5 Millionen Liter Wasser gefüllt. So kann man in fünf Meter Tiefe von einem zum anderen und auf diese Weise durch alle acht Becken tauchen. Doch damit nicht genug. Das Sahnehäubchen auf dem Sauerkraut sozusagen sind die großen Bullaugenfenster, die in die Außenwände ein-
gelassen wurden. Durch diese kann nämlich von der Bar ins Becken geschaut werden und der Froschmann im Nass kann kontrollieren ob sich draußen jemand an seinem Bier vergreift!
Das Konzept ist gut gelungen. Gerade für die Wintermonate bietet das Indoortauchsport-zentrum Aufkirchen dem kälteempfindlichen Taucher eine gute Alternative.